Was ist BIA?

Bei der bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA) handelt es sich um eine Bestimmung der Zusammensetzung des Körpers. Über eine Ganzkörperanalyse werden Widerstände im Körper analysiert, um folgende Bereiche zu bestimmen:

  • Fettmasse
  • Fettfreie Masse
  • Viszerales Fett
  • Skelettmuskelmasse
  • Gesamtkörperwasser
  • Extrazelluläres Wasser
  • Phasenwinkel
  • Ruheenergieverbrauch
Body Composition Chart

Wie läuft die Messung ab?

Ablauf der Messung

Über Elektroden an den Händen und Füßen werden über ein konstantes Stromsignal Widerstände im Körper gemessen. Die Messung ist ungefährlich, nicht spürbar und nach wenigen Minuten abgeschlossen.

Da die Körperzusammensetzung bis zu einem bestimmten Maß von unserer kurzfristigen Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme beeinflussbar ist, empfieht es sich für eine möglichst genaue Messung folgendes zu beachten: Vor der Messung keine große Mahlzeit zu sich nehmen, keine großen Flüssigkeitsmengen trinken und nicht intensiv Sport zu treiben.

Die Erstmessung bietet eine Basis zur Beurteilung der Körperzusammensetzung (weitere Details siehe unten). Bei Folgemessungen können Veränderungen dokumentiert werden (zum Beispiel der Aufbau von Muskelmasse oder der Abbau von Körperfett).

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Weitere Informationen zu den gemessenen Werten

Die Fettmasse bezeichnet das gesamte im Körper vorhandene Fett. Dazu zählt neben dem Speicher- und Depotfett auch das sogenannte Struktur- und Bauchfett. Das Depotfett dient dem Körper als Energie- und Wärmespeicher. Das Strukturfett ist lebensnotwendig und spielt an verschiedenen Orten des Körpers eine Rolle, zum Beispiel hilft es beim Aufbau von Körperzellen und schützt Organe.

Bei der Untersuchung wird das viszerale Fett bestimmt. Unter viszeralem Fett versteht man Bauchfett, welches als Risikofaktor für Erkrankungen an den Gefäßen (Arteriosklerose) oder Diabetes Typ 2 gilt und damit das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko erhöht.

Die Skelettmuskelmasse umfasst die Masse aller Muskeln, die den Körper bewegen und die Körperhaltung sichern. Die Skelettmuskelmasse dient auch der Wärmeproduktion (Thermogenese) – wird Muskelmasse aufgebaut, erhöht sich auch der Ruheenergieverbrauch. Eine ausreichend aufgebaute Muskelmasse kann dabei helfen, mögliche Beschwerden des Bewegungsapparates zu vermeiden. Es wird neben den Absolutwerten auch bestimmt, wie sich die Muskelmasse im Körper verteilt (rechter/linker Arm, rechtes/linkes Bein, Rumpf), um mögliche Dysbalancen zu erkennen.

Das Gesamtkörperwasser macht beim gesunden Erwachsenen etwa 60% des Körpers aus und nimmt im Laufe des Lebens ab. Beim gesunden Menschen befindet sich das Gesamtkörperwasser zu zwei Dritteln innerhalb der Körperzellen (intrazeluläres Wasser) und zu einem Drittel außerhalb der Zellen (extrazelluläres Wasser).

Der Phasenwinkel ist ein Maß für die Menge und Güte der Körperzellen und lässt Rückschlüsse auf den Ernährungs- und Gesundheitszustand eines Menschen zu.

Der berechnete Ruheenergieverbrauch stellt die Energiemenge dar, die ein Körper aufwenden muss, um die normalen Lebensfunktionen wie Atmung, Verdauung und Herzkreislaufsystem aufrecht zu erhalten. Zusätzlich gibt der Gesamtenergieverbrauch eine Auskunft darüber, wie viel zusätzliche Energie für die tägliche körperliche Aktivität benötigt wird (kcal pro Tag).