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Bewegung bei Bluthochdruck

Bluthochdruck - regelmäßige Bewegung hilft

Welchen Einfluss hat regelmäßige Bewegung bei Hypertonie (Bluthochdruck)?

Bluthochdruck (Hypertonie) ist einer der wichtigsten, beeinflussbaren Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen. Lebensstilfaktoren (wie Bewegung, Ernährung und Stressmanagement) spielen hier eine sehr große Rolle. Nicht nur das Risiko der Entwicklung von Bluthochdruck kann durch regelmäßige Bewegung reduziert werden, sondern auch bei bereits bestehenden erhöhten Werten wirkt sie sich positiv aus!

Was ist Hypertonie?

Unter Hypertonie versteht man die Erhöhung des systolischen Blutrucks über 140 mmHg und/oder des diastolischen Blutdrucks über 90 mmHg. In diesem Fall spricht man von einer „milden“ Hypertonie (Grad 1). Ab systolischen Werten über 160 und/oder diastolischen über 100 handelt es sich um moderate Hypertonie (Grad 2), und ab systolischen Blutdruckwerten von 180 und/oder diastolischen von 110 spricht man von schwerer Hypertonie (Grad 3). Mehr über den Blutdruck könnt ihr auch hier lesen: Herzkreislaufregulation.

Der Großteil aller Hypertonie-Erkrankungen (85 - 95%) wird als „essentiell“ bezeichnet. Das bedeutet, dass keine alleinstehende Ursache dafür verantwortlich gemacht werden kann, sondern es sich meist um das Produkt von mehreren Faktoren handelt, die in Summe zur Entwicklung des hohen Blutdrucks geführt haben. Dazu gehören genetische Faktoren und Umweltfaktoren (wie Ernährung, körperliche Inaktivität, Stress und psychologische Faktoren). Die restlichen 5 - 15% werden als „sekundäre Hypertonie“ bezeichnet. Diese entsteht beispielsweise aufgrund renovaskulärer Erkrankungen (die Gefäße der Niere betreffend, z.B. Nierenarterienstenose), Hormon-/Stoffwechselstörungen (zum Beispiel Cushing-Syndrom) oder Einengung der Aorta.

Effekte von körperlicher Aktivität auf den Blutdruck

Bewegung

Bereits eine einzige Einheit von körperlicher Aktivität führt zu einer akuten Reduzierung des Blutdrucks. Aber vor allem der Langzeiteffekt ist für Hypertoniker von Bedeutung! Regelmäßige Bewegung gilt nachgewiesen als erfolgreiche Strategie, um den Blutdruck langfristig zu senken.

In einer umfassenden Studie (welche die Ergebnisse von 72 Studien zusammengefasst hat) wurde bestätigt, dass regelmäßiges Ausdauertraining den Ruhe-Blutdruck bei Personen mit milder bis moderater essentieller Hypertonie (siehe Beschreibung im Absatz „Was ist Hypertonie“) um 7 (systolisch) / 5 (diastolisch) mmHg senkt. Es ist wichtig zu beachten, dass dieser Effekt nur erhalten bleibt, wenn man die regelmäßige Bewegung auch nach dieser Verbesserung beibehält.

Regelmäßige körperliche Aktivität reduziert aber nicht nur den Ruhe-Blutdruck, sondern auch den Anstieg durch körperliche und mentale Belastung und Stress.

Lesetipp: Mehr zur kardiovaskulären Prävention - Wie körperliche Aktivität gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirkt

Lesetipp: Bewegungsempfehlungen bei Bluthochdruck - Welche Arten von körperlicher Aktivität werden bei Bluthochdruck empfohlen?

Wichtiger Hinweis – kein intensives Training ohne Aufwärmen!

Direkt zu Belastungsbeginn (zum Beispiel am Anfang eines Trainings) sind die Blutgefäße noch nicht auf den erhöhten Bedarf vorbereitet. Es kommt zu einem natürlichen Anstieg des Blutdrucks. Durch ein langsames Aufwärmen des Körpers hat dieser die Möglichkeit, zu hohe Blutdruckspitzen zu verhindern. Deshalb ist es bei bestehendem Bluthochdruck besonders wichtig, den Körper jedes Mal mit einem Aufwärmen auf die Bewegung vorzubereiten.

Sie sind Hypertoniker und möchten aktiv werden? Perfekt! Aber lassen Sie sich vorher medizinisch durchchecken (inkl. Belastungsuntersuchung). Für Neu- und Wiedereinsteiger gilt zudem immer, nur niedrige bis moderate Belastungsintensitäten zu wählen und nie zu intensiv zu starten.

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